Island-Exkursion 2019

Voraussichtlich März/April 2019 veranstaltet die Fachsektion Geoinformatik der DGGV eine 12-tägige Exkursion nach Island. Von der Hauptstadt Reykjavik ausgehend führt die Exkursionsroute zunächst an der Südküste entlang, wo viele geologisch außergewöhnliche Stopps auf die Teilnehmer warten, darunter der Reykjanes-Rücken, Geothermalgebiete, Wasserfälle, Sander, Landmannalaugar, der Vatnajökull und die Gletscherflusslagune Jökulsárlón. Nach mehreren Übernachtungen im Südteil der Insel setzt sich die Reise in den Nordteil der Insel fort. Entlang der Fahrtroute auf der Ringstraße 1 erstrecken sich Steilküsten und beeindruckende Fjorde. Ziel ist der abgelegene Bauernhof Möðrudalur, wo die Gruppe Quartier bezieht. Von dort werden in den Tagen danach Fahrten in die Umgebung unternommen (z.B. Dettifoss, Mývatn, Krafla und dem Tafelvulkan Herðubreið). Neben faszinierenden Landschaften am Tag zeigen sich am Abend und in der Nacht auch spektakuläre Polarlichter. Der Höhepunkt der Exkursion wird ein ca. 4-tägiger Aufenthalt im Hochland sein. Mit sogenannten Superjeeps wird die Gruppe über Schnee und Eis außergewöhnliche Punkte anfahren und die Nächte in Berghütten verbringen. Unvergessliche Eindrücke und Fotomotive sind garantiert. Die Gruppe wird geführt von Dr. Rouwen Lehné, der bereits mehrere studentische Island-Exkursionen geleitet hat und neben geologischen auch kulturelle Aspekte vermitteln wird. Weiterhin werden aus Sicht der Geoinformatik mobile Lösungen zur Verortung und zum Abruf von Geoinformationen in der Praxis beleuchtet. Die Unterbringung der Teilnehmer erfolgt (bis auf die Berghütten) in komfortablen 2-Bett Zimmern. In den Berghütten sind Schlafräume vorhanden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 16.

Reisezeit

Voraussichtlich März/April 2019

 

 

Detaillierter Reiseverlauf:

Der Reiseverlauf wird sich an den bisherigen Exkursionen orientieren und kann im Nachfolgenden entnommen werden. Eventuelle Änderungen behalten wir uns vor und werden diese rechtzeitig bekannt geben.

Nach der Anreise, die jeder Teilnehmer für sich selbst organisiert, trifft sich die Gruppe am ersten Tag am Flughafen Keflavik, wo sich die Gruppe auf 4 geländetaugliche Fahrzeuge verteilt. Vom Flughafen fährt die Gruppe zunächst zum Reykjanes Rücken und von dort zur blauen Lagune. Nach einer entspannenden Zeit in der blauen Lagune geht es in die Unterkunft im Großraum Reykjavik, wo viele Restaurants und Sehenswürdigkeiten locken.

Fachliche Themen: Allgemeine Plattentektonik/Störungstypen, Der Mittelozeanische Rücken des Atlantik,  heiße Quellen, mobile Geoinformation

Tag 2 steht ganz im Zeichen des „golden circle“ mit Stopps in Thingvellir (altes Parlament, Mittelozeanischer Rücken), Geysir und Gullfoss, dem goldenen Wasserfall. Von dort geht es weiter nach Landmannlaugar, wo die Gruppe ein Bad in heißen Quellen nehmen, oder alternativ eine Wanderung über eine Rhyolith-Decke zu Solfataren unternehmen kann. Der Reisetag endet in der Unterkunft im Raum Vik. Ein Abendspaziergang zum Meer mit schwarzem Kiesstrand (Reynisdrangar) verspricht besondere Impressionen.

Fachliche Themen: Geographie, Geschichte, Geomorphologie, Vulkanismus, Wasserfälle, mobile Geoinformation

Tag 3 führt die Gruppe auf der Ringstraße 1 weiter Richtung Osten über die größte Sanderfläche der Welt (Skeiðarársandur) zum größten Gletschergebiet Europas (Vatnajökull), wo es mit dem Jökullsarlon einen einmaligen Gletschersee mit Meeresverbindung gibt. Je nach Wetterlage und verfügbarer Zeit bietet sich eine Bootsfahrt auf dem See an, bevor es dann weitergeht zur etwas östlich des Sees. Abendspaziergänge zum Meer sind möglich.

Fachliche Themen: Eisdecken Islands, Klimawandel, mobile Geoinformation

Tag 4 führt die Gruppe weiter in den Norden, vorbei an beeindruckenden Steilküsten und durch reizvolle Fjorde. Bei Egilsstadir verlässt die Gruppe den küstennahen Bereich und fährt weiter auf der Ringstraße 1 ins Hochland. Das Tagesziel ist der höchstgelegene bewirtschaftete Hof Islands (Mödrudalur), der für die nächsten Tage das Quartier der Gruppe sein wird. Komfortable Doppelzimmer, ein geräumiges Wohnzimmer, eine voll eingerichtete Küche und ein großes Badezimmer mit Dusche, alles in einem neu errichteten Blockhaus, lassen an einen entspannten Aufenthalt keine Wünsche offen. Die Infrastruktur wird ergänzt durch ein Cafe-Restaurant, das von den Hofbesitzern betrieben und zu dieser Jahreszeit nur selten von Touristen angesteuert wird. Landestypische Speisen (Fisch, Fleisch, Gemüse, Kuchen, etc.) werden auf Wunsch gerne zubereitet.

Fachliche Themen: Massenverlagerungen, Vulkanismus, mobile Geoinformation

Tag 5 bietet der Gruppe die Gelegenheit, die eindrucksvolle Landschaft zu erkunden. Dazu bieten sich Wanderungen an oder Ausfahrten in den mitgeführten Fahrzeugen. Ein festes Tagesprogramm ist nicht vorgesehen. In jedem Fall aber sollte man sich nicht die Nordlichter entgehen lassen, die bei klarem Himmel in jeder Nacht zu bewundern sind.

Fachliche Themen: nach Bedarf

Tag 6 beginnt mit einem Ausflug zum höchsten Wasserfall Islands, dem Dettifoss. Das Geothermiefeld Krafla und der See Myvatn sind weitere geplante Stopps. Bei entsprechenden Außenbedingungen sind auch Ausflüge nach Husavik (Whale-Watching) oder zum höchsten Berg Islands (Herdubreid, die Königin Islands) möglich.

Fachliche Themen: Landschaftsentwicklung, Tiefe Geothermie, Vulkanismus, mobile Geoinformation

Die Tage 7 bis 10 (4 Tage) sind die Höhepunkte der Reise, die die Gruppe in das unzugängliche Hochland Islands führt. Mit sogenannten Superjeeps geht es in schneebedeckte Gletschergebiete, wo sich einmalige Landschaften erstrecken, die in dieser Jahreszeit kaum von Touristen frequentiert werden. Unvergessliche Eindrücke bieten sich in Form endlos erscheinender Ausblicke, absoluter Stille, Wasserfällen mit Badetemperaturen inmitten der Schnee- und Eispracht sowie einem sternenklaren Nachthimmel und fantastisch schönen Nordlichtern. Die Übernachtungen erfolgen in unterschiedlichen Berghütten. Der genaue Reiseverlauf ist abhängig von den Wetterbedingungen und kann auch an Wünsche in der Reisegruppe angepasst werden.

Fachliche Themen: Glaziologie, Vulkanismus, Klimawandel, mobile Geoinformation

Tag 11 führt die Gruppe auf der Ringstraße 1 Richtung Westen langsam wieder nach Reykjavik und bietet der Gruppe wieder zahlreiche Möglichkeiten, bleibende landschaftliche Eindrücke zu sammeln. Stopps und Aufenthalte entlang der Route können flexibel gestaltet werden.

Fachliche Themen: Bodenbildung, Geomorphologie, mobile Geoinformation  

Tag 12 steht ganz im Zeichen des Reiseabschlusses und bietet der Gruppe die Möglichkeit, Reykjavik weiter zu entdecken. Ein festes Tagesprogramm ist nicht vorgesehen.

Fachliche Themen: nach Bedarf

 

Allgemeine Informationen

An- und Abreise: Jeder Exkursionsteilnehmer ist für die eigene An- und Abreise nach/von Reykjavik verantwortlich. Kosten für Flugtickets sind demnach in dem Preis für die Exkursionsteilnahme nicht enthalten.

Mobilität vor Ort: Die Gruppe reist in angemieteten geländetauglichen Fahrzeugen. Für jedes Fahrzeug findet sich ein Fahrer aus der Gruppe. Der Reiseleiter, Dr. Rouwen Lehné, wird die Fahrzeugkolonne anführen. Mit Ankunft in den jeweilgen Unterkünften können die Fahrzeuge auch für Individualfahrten genutzt werden. Für den Aufenthalt im Hochland (Tage 7 bis 10) stehen sogenannte und für die Fahrten erforderliche Superjeeps mit Fahrern zur Verfügung.

Reiseführung: Die Reiseführung erfolgt durch Dr. Rouwen Lehné, der geologische Inhalte ebenso vermittelt wie kulturelle und geschichtliche Aspekte.

Unterbringung: Die Unterbringung erfolgt in mit entsprechenden Betten und Bettzeug ausgestatteten Doppelzimmern. Teilweise gibt es Privatbäder, teilweise Sanitäreinrichtungen für die gesamte Gruppe (Männer/Frauen getrennt). Lediglich im Hochland erfolgt die Übernachtung naturgemäß und ortsüblich in Gemeinschaftsschlafräumen. Einzelzimmer sind teilweise verfügbar. Verfügbarkeit und Mehrpreis auf Anfrage.

Verpflegung: Prinzipiell ist Selbstverpflegung möglich und in Teilen auch notwendig (Tage 1, 2, 3, 4, 11 und 12). Regelmäßige Einkaufsmöglichkeiten sind gewährleistet. Für die Tage in Mödrudalur und im Hochland (Tage 5, 6, 7, 8, 9, 10) ist eine Vollverpflegung möglich, siehe dazu auch die Preisinformationen.

Kosten: Die Kosten für Übernachtung, Mietwagen (unbegrenzte Kilometer, exklusive Treibstoff), Hochlandaufenthalt (Superjeeps mit Fahrer) belaufen sich auf 2.350 Euro. Mitglieder der DGGV, einer der Fachsektionen der DGGV oder Mitglieder des BDG erhalten 150 Euro Nachlass.

 

Die Vollverpflegung für die Tage 5,6,7,8,9 und 10 kostet 360 Euro. Auf Wunsch bitte bei der Buchung angeben.

 

Anmeldung: bitte per E-Mail an rouwen.lehne@hlnug.hessen.de oder anmeldung@fgi-dggv.de anmelden.

 

Weitere Fragen beantwortet Dr. Rouwen Lehné (rouwen.lehne@hlnug.hessen.de).

 

Impressionen

 

 

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